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Sensorische Integration
Sensorische Integration ist die bestmögliche Verarbeitung und Beantwortung von Sinnesreizen für die gewünschte Handlung.
Zu den Sinnen gehört das Sehen (visuell), das Hören (auditiv), das Riechen (offaktorisch,) das Fühlen (taktil), das Gleichgewichthalten (vestibulär) und das Spüren der Muskeln und Gelenke (propriozeptiv).
Grundvoraussetzung für eine normale sensorische Integration ist die Entwicklung des Gehirns, weil dort alle Sinnesreize in für uns bedeutungsvolle Informationen und angemessene Reaktionen organisiert und umgewandelt werden. Das Gehirn muss Reize analysieren, interpretieren und mit bereits gespeicherten Daten vergleichen. Dadurch lernt der Mensch sich selbst und seine Umwelt kennen. Bei den meisten Menschen geschieht dies automatisch.
Störungen der sensorischen Integration sind zu vergleichen mit einer Art Verkehrschaos im Gehirn, was aber nicht bedeutet, dass die Straßen beschädigt sind, vielleicht fallen nur mal die Ampeln aus. Die Reize werden schlecht verarbeitet und erreichen über Umwege oder Umleitungen gar nicht oder im nicht ausreichendem Maß ihr Bestimmungsziel im Gehirn, so dass von dort aus keine gezielte Arbeit mehr möglich ist. Der Mensch erhält ungenaue Informationen über sich selbst und seine Umwelt.
Die SI-Therapie ist eine spezielle Behandlung zur Förderung von Wahrnehmungseindrücken, in der die Reize bereitgestellt werden, z.B. Schaukeln, Balancieren, Kneten, Massieren, Hüpfen, Eincremen, Rollbrett fahren, Drücken, Schieben, Ziehen, Spiele, Parcours usw.
Dabei orientiert sich die SI-Therapie an der Funktionsweise des Gehirns, am Entwicklungsstand und an den Bedürfnissen des Kindes wie z.B. Bewegungsdrang, momentane Bedürfnislage, Neugierde, Phantasie, Kreativität, Freude am Lernen.
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