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Psychomotorische Therapie

Der Begriff Psychomotorik besteht seit Anfang des 20. Jahrhunderts und leitet sich ab von "psyche" (griech.) = Seele / Leben und "movere" (lat.) = bewegen, woraus die untrennbare Verbindung von Wahrnehmen und Bewegen hervorgeht. In Deutschland wurde die Psychmotorik Ende der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts von E. J. Kiphard begründet und weiterentwickelt.

Im Vordergrund steht die Idee, über motorische Angebote, vielfältige Materialerfahrungen und der Auseinandersetzung mit anderen die Persönlichkeit des Kindes zu stärken und zu harmonisieren. Der unbedingt ganzheitliche, nicht leistungsorientierte Ansatz der Psychomotorik lässt viel Raum für kreative, spielerische und freudige Erfahrungen und schafft so die Voraussetzung für das Lernen sowie die Entwicklung der eigenen Kompetenzen. Diese Einheiten "Erleben + Bewegen" innerhalb einer Gruppe von 4-8 Kindern stellt eine positive Ergänzung für den meist doch sehr bewegungsarmen, zunehmend von Medien geprägten "Sitzalltag" der Kinder dar. Geeignet ist die Psychomotorik für Kinder ab dem 4. Lebensjahr, die Probleme haben ihr eigenes Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen zu steuern, sei es durch zuviel Impulsivität / überschießende Reaktionen oder durch zu starke Zurückhaltung / Unsicherheit. Auch Auffälligkeiten in der Motorik oder der Wahrnehmung kämen Indikationen für eine psychomotorische Förderung darstellen.

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